Alter und Gesundheit
Nie in der Geschichte ist die Weltbevölkerung so schnell gewachsen wie im vergangenen Jahrhundert. Von 1900 bis heute hat sie sich von rund 1,6 Milliarden auf 6,5 Milliarden Menschen vervierfacht.
Nach der mittleren Prognose der Vereinten Nationen werden im Jahr 2050 etwa 9,1 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Der Anteil der über 65jährigen in der EU wird sich bis 2050 wahrscheinlich verdoppeln und somit von derzeit 75 Millionen auf fast 135 Millionen ansteigen. Diese Entwicklung beruht nicht nur auf einem Rückgang der Geburtenrate, sondern vielmehr auch auf der steigenden Lebenserwartung.
Die Gründe für den stetigen Anstieg der Lebenserwartung liegen im medizinischen Fortschritt, in verbesserter Hygiene und besserer Ernährung sowie einem Rückgang körperlich belastender Berufe. Dies schlägt sich nicht nur in der Altersstatistik, sondern auch im Selbstverständnis und den Denk- und Verhaltensmustern der älteren Generation nieder.
Denk- und Verhaltensmuster, die auch von einer alterspezifischen Prävention und Gesundheitsförderung berücksichtigt werden müssen.
In dem KEV-Seminar werden sowohl die alterspezifischen Belastungen wie auch die spezifischen Ressourcen älterer Bevölkerungsgruppen aufgezeigt.
Es werden Ansätze und Strategien thematisiert und erarbeitet, die es ermöglichen, die vorhandenen Qualitäten der Berufstätigen der Generation 50+ aufzudecken und nutzbar zu machen.
Das weit verbreitete Vorurteil, ältere Mitarbeiter seien weniger leistungsfähig, kaum kreativ und belastbar trifft nicht zu. Im Gegenteil: hinsichtlich ihres Erfahrungswissen, der Arbeitsdisziplin, des Qualitätsbewusstseins, der psychischen Belastbarkeit und Loyalität schneiden ältere Arbeitnehmer in Untersuchungen immer wieder besser oder zumindest genauso gut ab wie ihre jüngeren Kollegen.
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